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Kidsday: Spiel, Spaß, Show und Radsport in einem

Süßigkeiten und Spielzeuge in den buntesten Farben, Hüpfburgen zum Austoben, Radsportprofis, Internet- und „The Voice Kids“-Stars zum Anfassen: Das und viel mehr sorgte am Samstag, 11. Januar 2020, in der ÖVB-Arena sowie in den Hallen 2, 3 und 4 der MESSE BREMEN für viele glückliche Gesichter und große Kinderaugen. Beim Kidsday standen die 56. SIXDAYS BREMEN ganz fest in Kinderhand.

Bereits am frühen Vormittag durften die Kids mit Thorsten Siemer, alias DJ Toddy, hinter die Kulissen schauen. Siemer, der an allen Abenden beim Bremer Sechstagerennen auflegt, führte die Kinder samt Eltern auf die Bühne, in die Künstlergarderoben, zum Soundcheck der „The Voice“-Stars sowie in die Fahrerkabinen. Dort trafen sie Sprinter Robert Förstemann. Der Radsportprofi unterhielt sich mit den Mädchen und Jungen und beantwortete ihre Fragen. Dabei beeindruckte der Sprinter die Kids nicht nur mit seinem Fahrrad oder seinen Leistungen: „Der hat aber große Oberschenkel“, sagte ein Zehnjähriger ganz erstaunt.

Stars der „The Voice“-Formate und Influencer zu Gast beim Kidsday

Ab Mittag gab es dann Action für die Kids: Während die einen im Mini-Drome BMX-Tricks übten oder auf den vollen Tribünen samt Eltern die Radsportprofis anfeuerten, standen viele in Halle 2 für die Autogrammstunden ihrer Idole Schlange. Unter ihren waren Thapelo Mashiane, Dio Dragaj, Leonie Lechler, Lazaros Stefou, Eske Hohlen und Magbule Ajvazaj – sie alle haben in der TV-Show „The Voice Kids“ ihr Gesangstalent unter Beweis gestellt. Sie sorgten ebenso wie Celine Abeling und Bastian Stein, Kandidaten des Erwachsenenpendants „The Voice of Germany“, für musikalische Unterhaltung in der ÖVB-Arena und rockten die Bühne.

Doch damit nicht genug: Itsjulienbrown, Nini Flash, Tabeaswonderland und viele mehr waren ebenfalls zu Gast beim Kidsday. Die sogenannten Influencer vereinen auf Instagram mehrere hunderttausend Anhänger und sind Vorbild für zahlreiche Mädchen und Jungen. „Das Besondere am Kidsday ist, dass die Fans ihren Idolen hier ganz nah kommen“, sagt Projektleiter Mario Roggow von den SIXDAYS BREMEN.

Spannende Minuten auf dem Oval

Auch der professionelle Radsport kam beim Kidsday nicht zu kurz. Dabei hielten beim Oval für einen Moment alle den Atem an: Am Vormittag stürzte im Elite-Cup 2. Etappe der portugiesische Fahrer Rui Olieveira. Den Sturz verursachten die Fahrer des russischen Teams, Kirill Sveshnikov und Lev Gonov, die daraufhin disqualifiziert wurden. Das Rennen für das portugiesische Team bestritt João Matias nach dem Sturz seines Teamkollegen alleine. Oliveira war so schwer verletzt, dass er aus dem Sechstagerennen ausschied.

Erstmals Jugendtraining auf der Bremer Bahn

Ein Novum folgte dem Kidsday: Direkt im Anschluss an den Kindernachmittag fand das erste Jugendtraining der 56. SIXDAYS BREMEN statt. 29 Teilnehmer im Alter von zehn bis 17 Jahren durften nicht nur ihre Idole anfeuern, sondern Bahnradsport erstmals selbst hautnah erleben und auf dem Oval fahren. „Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr der Jugend eine Möglichkeit bieten können, die Bremer Bahn kennenzulernen und ein paar Runden auf ihr zu drehen“, sagt SIXDAYS-Botschafter Bernd Rennies, der das Angebot organisiert. „Bei den Nachwuchsfahrern handelt es sich um eine bunte Mischung aus talentierten jungen Fahrern sowie Kindern und Jugendlichen, die sich mal ausprobieren wollen“, erklärt Rennies.

Der zwölfjährige Colin Plich aus dem nordrhein-westfälischen Werne ist besonders glücklich darüber, dass er mitmachen kann. Der kleine Radsportfan meldete sich zum Jugendtraining – allerdings zu spät. Das Teilnehmerlimit war erreicht und die Anmeldung beendet. Doch er rührte die Organisatoren mit seiner E-Mail: „Ich fahre jedes Jahr 280 Kilometer aus Werne nach Bremen, um mir die Bahnrennen anzuschauen und würde gerne selber einmal dort fahren und ein paar Tipps bekommen. Das wäre mein größter Traum.“ Der ging in Erfüllung.

Erster Tagessieg für Andreas Graf und Marc Hester

Die 56. SIXDAYS BREMEN sind gestartet! Das österreichisch-dänische Duo Andreas Graf und Marc Hester (Team DATAGROUP) hat den Moment genutzt und sich mit dem entscheidenden Rundengewinn in der großen Jagd an die Spitze des Feldes gesetzt. Mit einer Runde Rückstand folgen Theo Reinhardt und Morgan Kneisky (Team swb) vor der Überraschungsmannschaft des Abends, Oliver Wulff Frederiksen und Moritz Augenstein (Team Atlantic Hotels). Die beiden Youngsters stellten mit einer Zeit von 27,352 Sekunden einen neuen Rekord im 500-Meter-Zeitfahren auf und setzten damit ein deutliches Zeichen. „Die beiden waren wahnsinnig schnell. Ich bin gespannt, ob sie sich in den kommenden Tagen noch weiter steigern können“, sagt der Sportliche Leiter Erik Weispfennig.

Gesamtwertung nach dem ersten Renntag

Rang Name Teamsponsor Runde Punkte
1 Graf Andreas – Hester Marc DATAGROUP 0 37
2 Reinhardt Theo – Kneisky Morgan swb 1 54
3 Frederiksen Oliver Wulff – Augenstein Moritz Atlantic Hotels 1 46
4 De Ketele Kenny – Politt Nils Schulenburg 1 41
5 Marguet Tristan – Beyer Maximilian ÖVB 1 29
6 Stroetinga Wim – Selenati Nico SAIL Bremerhaven 1 17
7 De Pauw Moreno – Rohde Leon AVM 3 10
8 Bommel Henning – Pieters Roy TKP Steuerberatung / Rosenboom Menges Klindwort 4 11
9 Boussaer Bryan – Bradbury Stephen Bremen Eins 5 12
10 Harrison Joshua – Pirius Hans Nordwest Ticket 5 11
11 Happke Luca Felix – English Felix Courtyard by Marriott 6 0
12 Malcharek Moritz – Zijl van Melvin Fruchthaus Hulsberg 7 2

 

Internationale Konkurrenz im Frauenwettbewerb

Europameisterin, dreifache deutsche Meisterin und Sportlerin des Jahres: 2019 hätte für Franziska Brauße kaum besser laufen können. Das 21-jährige Nachwuchstalent kehrt im Januar zurück auf die Bremer Bahn und gilt als eine der stärksten Fahrerinnen im Feld. „Franziska kennt unser Oval und ist hier in der Vergangenheit sehr gut zurechtgekommen. Im Vorjahr stand sie sowohl im Omnium als auch im Madison auf dem Podium“, sagt Weispfennig. Doch sie hat große internationale Konkurrenz, unter anderem aus Dänemark, Weißrussland, Tschechien, Niederlande und Großbritannien. Die Britin Emily Nelson ist eine der Rivalinnen. Sie gewann zuletzt Gold und Silber bei der Europameisterschaft, 2018 wurde sie Weltmeisterin im Madison. Ihre Partnerin bei den SIXDAYS ist die Kanadierin Maggie Coles-Lyster. Die 20-Jährige war 2017 die erste kanadische Junioren-Weltmeisterin im Bahnradfahren. Die Zuschauer erleben die Duelle der Frauen am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Januar, live in der ÖVB-Arena.

Keisse/De Buyst setzen sich an die Spitze des Profifeldes

Die Belgier Iljo Keisse und Jasper De Buyst (Team elements pure) haben am zweiten Abend der 55. SIXDAYS BREMEN die Führung übernommen. In der kleinen Jagd knackte die Mannschaft die Hundert-Punkte-Marke und sicherte sich damit den entscheidenden Rundenvorsprung. Fünf weitere Teams folgen mit einem Rundenrückstand. „Damit ist nach wie vor alles offen. Die Belgier sind ihrer Favoritenrolle heute gerecht geworden”, so der Sportliche Leiter Erik Weispfennig. Auf Platz zwei folgen Wim Stroetinga/Moreno De Pauw (Team Adler Solar) vor Simone Consonni/Tristan Marguet (Team Schulenburg) auf Platz drei.

Stroetinga/Ghys sichern sich den Tagessieg

Für eine Überraschung  sorgte am frühen Rennabend das Team 7 (Der Installatör). Mit einer Runde Vorsprung gewannen Wim Stroetinga und Robbe Ghys die große Jagd vor Yoeri Havik/Achim Burkart (Team X-Tip/Die Spielemacher) und Kenny De Ketele/Theo Reinhardt (Team swb). Damit sicherten sie sich auch den Gesamtsieg des ersten Renntages.

Im Sprinterwettbewerb führt der Tscheche Tomáš Bábek mit einem Punkt Vorsprung vor René Enders.

Die große Jagd (Madison)

Bei der großen Jagd werden die entscheidenden Rundengewinne erzielt. Alle Fahrerinnen sind gleichzeitig auf der Bahn, wobei sich die beiden Partner eines Teams regelmäßig mit dem Schleudergriff ablösen – wann genau, entscheiden die Fahrerinnen selbst. Das erste Rennen mit Zweier-Teams gab es im New Yorker Madison Square Garden, weshalb bis heute die internationale Bezeichnung “Madison” benutzt wird. Seit 2018 starten Frauen bei den SIXDAYS BREMEN im Madison. Damit reagierten die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Erik Weispfennig auf die Entwicklungen im internationalen Bahnradsport und fördern die Professionalisierung des Frauen-Madison.