SPORT: „Es gibt ein Leben nach dem Sport“

SPORT: „Es gibt ein Leben nach dem Sport“

Spannender hätte der Showdown im Sprinterwettbewerb 2017 kaum sein können: Nach sechs Tagen engem Kopf-an-Kopf-Rennen und nur einem Punkt Unterschied vor dem letzten Wettbewerb sicherte sich René Enders knapp den Gesamtsieg vor Tomáš Bábek. Bei den 54. SIXDAYS BREMEN kommt es zu einem letzten Kräftemessen – anschließend beendet Enders seine aktive Laufbahn. Im Kurzinterview spricht er über seine Ziele für das letzte Rennen und die Zeit danach.

Du bist aktuell als Gesicht der SIXDAYS BREMEN auf Plakaten und im Internet zu sehen – wie fühlt sich das an?
Das ist natürlich toll zu sehen und macht mich auch sehr stolz.

Im Vorjahr hast du mit einer Reifenbreite Vorsprung den Sprinterwettbewerb gegen Tomáš Bábek gewonnen. Was hast du dir für 2018 vorgenommen?
Es wird mein Abschlussrennen und ich möchte natürlich gern wieder vorn mitfahren. Es wird sicher schwierig, weil ich ja schon Vollzeit im Schichtdienst tätig bin, aber ich werde mein Bestes geben.

Überwiegt vor deinem letzten Rennen die Vorfreude oder der Wehmut?
Es ist ein gut überlegter Schritt und ich habe mir sehr viel Zeit mit der Entscheidung gelassen. Es gibt einfach auch ein Leben nach dem Sport und das bringt mindestens genauso viele Herausforderungen mit sich.

Neben dir werden im Sprinterwettbewerb wieder Nachwuchsfahrer an den Start gehen. Was gibst du jungen Fahrern mit auf den Weg?
Für die jungen Fahrer ist es wichtig, sich vor einem tollen Publikum perfekt in Szene zu setzen und sich zu zeigen. Für uns Sprinter sind solche Veranstaltungen toll, denn kaum sonst wo erhalten wir so viel mediale Aufmerksamkeit.

Wieso hast du dir Bremen für dein letztes Sechstagerennen ausgesucht?
Ich war letztes Jahr das erste Mal in Bremen und fand nicht nur die Stimmung in der Halle, sondern auch die Stimmung zwischen den Offiziellen und den Fahrern toll. Alles ist sehr familiär, da macht das Fahren einfach dreimal mehr Spaß.

Wie geht es für dich nach deiner Profikarriere weiter?
Ich werde dem Radsport treu bleiben und mich in unserem Sprintteam einbringen. Dabei werde ich mich hauptsächlich um die Vermarktung des Teams kümmern, aber sicher auch als Trainer meine Erfahrung weitergeben.

Zurück